Südindien

Karnataka – Kerala – Tamil Nadu

Eine Privatreise mit Pkw & Chauffeur

Tag 01:   Flug von Deutschland nach Dubai
Ihre Reise beginnt mit dem Flug von Deutschland nach Dubai. Sie werden am Flughafen begrüßt und zu Ihrem Hotel gebracht.
Übernachtung im Premier Inn Hotel, Dubai Airport

Tag 02:   Weiterflug von Dubai nach Bangalore
Empfang am Flughafen Bangalore und Transfer zum Hotel
Übernachtung im Goldfinch Retreat

Tag 03:   Fahrt nach Srirangapaatnam (116 km, ca. 2,5 Stunden)
Besichtigung: In Srirangapatnam ist noch das Fort mit seinen Palästen, Moscheen und Tempeln aus der Zeit des muslimischen Herrschers Tipu Sultan (Ende des 18. Jahrhunderts) zu sehen. Tipu Sultan wurde wegen seines Wagemuts und taktischen Geschicks im Kampf gegen die Briten auch „Tiger von Mysore“ genannt.
Transfer nach Somnathpur (33 km, ca. 50 Minuten)
Der  Keshava-Tempel von Somnathpur, gilt als das vollkommenste und besterhaltene Meisterwerk der Hoysala-Dynastie. Der Tempel zeichnet sich durch seinen kreuzförmigen Grundriss aus, der mehrere Heiligtümer zusammenfasst und auf einem sternförmigen Sockel mit sechzehn Armen angelegt ist. Breite Friesbänder mit mythologischen Motiven, spitzenartig gehauene Götterfiguren, polierte Steinsäulen und reich ornamentierten Kuppeln zeugen von der Virtuosität der Baumeister.
Weiterfahrt nach Mysore (35 km, ca. 1 Stunde).
Übernachtung im Windflower Spa & Resorts

Tag 04:   Besuch des königlichen Haustempels auf den Chamunndi Hills hoch über der Stadt
In der Nähe ist die überlebensgroße, monolithische Statue des Bullen „Nandi“, dem sagenhaften Reittier von Gott Shiva, zu bewundern. Von hier aus haben Sie einen herrlichen Blick über sie Stadt, was besonders an Sonn- und Feiertagen eindrucksvoll ist, wenn der Maharaja-Palast mit ungezählten Lämpchen festlich beleuchtet wird.
Besuch des Devaraja Markts im Herzen der Stadt, mit Sicherheit einer der sehenswertesten und farbenfrohesten Märkte Indiens.

In Mysore besichtigen Sie Amba Vilas, einen der  berühmtesten Palastbauten ganz Indiens. Er war einst Residenz der Maharajas von Mysore, deren Nachfahren noch heute einen Teil des Palastes bewohnen. 1897 bis 1912 für über vier Millionen Rupien nach Entwürfen des britischen Architekten Henry Irwin erbaut, ersetzte der prächtige indo-sarazenische Bau den kurz zuvor abgebrannten alten Palast. Er vereint Elemente der traditionellen hinduistischen, indisch-islamischen, rajputischen und europäischen Architektur. Der dreistöckige Palast aus grauem Granit wird von mehreren Marmorkuppeln, einem 44 m hohen, fünfgeschossigen Turm mit vergoldeter Spitze sowie vielen kleineren Türmchen gekrönt. Sieben große Bögen bilden die Hauptfassade, der mittlere wird von zwei weiteren, kleineren Bögen flankiert.Geradezu verschwenderische Pracht – Marmor- und Mosaikböden, schwere Silber- und kunstvoll geschnitzte Holztüren, unzählige Säulen, kostspieliges Mobiliar aus aller Herren Länder, Buntglasdekor und Spiegelwände sowie Gemälde und Wandbilder zeugen vom luxuriösen Lebenswandel der Mysore-Herrscher um die Jahrhundertwende. Die Räume sind dabei in einer verwirrenden Vielzahl an Stilen gestaltet. Besonders berühmt ist der mit Blattgold überzogene Thron in der riesigen Durbarhalle. Auf dem Palastgelände befinden sich auch zwölf Hindu-Tempel, die aus dem 14. bis 20. Jahrhundert stammen.
Übernachtung im Windflower Spa & Resorts

Tag 05:   Weiterfahrt zum Nagarhole Nationalpark (80 km, ca. 2 Stunden)
Der hüglige, stark bewaldete Nagarhole Nationalpark gilt unter Kennern als eines der best geschützten Reservate in Indien. Er ist stolz auf die größte Zahl wild lebender Elefanten in ganz Asien. Ein großer Wildbestand bietet auch großen Raubtieren wie Tigern, Leoparden und Bären reichlich Nahrung. Tatsächlich hat Nagarhole die größte Tiger-Dichte in Südindien. Allerdings sind die gestreiften Großkatzen im dichten Urwald nur selten zu sehen. Ihre Tatzenabdrücke, Kratzspuren und Duftmarken sind aber überall im Park zu finden.  Safaris werden mit Geländewagen und Booten angeboten, die angepriesenen Elefantenritte werden heute meist nur noch als kurze Runden von knapp einer halben Stunde durchgeführt. Vom Boot aus bieten sich (vor allem in der Trockenzeit) die besten Aussichten, wilde Elefanten, Vierhornantilopen, Lippenbären, Krokodile, Leoparden (gelegentlich sogar Tiger) und verschiedenste Vogelarten zu beobachten.
Nachmittags Safari mit dem  Boot in den Nationalpark.
Übernachtung im Orange County at Kabini

Tag 06:   Frühmorgens und am späten Nachmittag Safari mit Boot oder Jeep in den Nationalpark.
Übernachtung im Orange County at Kabini

Tag 07:   Weiterfahrt über Ooty nach Kurumba (170 km, ca. 5 Stunden)
Im Grenzgebiet zwischen Tamil Nadu, Karnataka und Kerala, inmitten der beeindruckenden Nilgiris-Bergregion liegt dieses romantische kleine Resort, eine Oase der Ruhe fernab des Alltags. Dichte Regenwälder und nahezu unberührte Täler umgeben die schöne Anlage. Die gemütlichen Zimmer mit teils spektakulären Ausblicken auf die Bergwelt, der freundliche Service und natürlich die einmalige, abgeschiedene Lage machen das Kurumba Village Resort zum idealen Ort für Ruhesuchende, aber auch für Aktive und sportliche Gäste, die die Umgebung beim Wandern oder Klettern erkunden möchten.
Übernachtung im Kurumba Village Resort

Tag 08:   Transfer nach Mettupalayam (15 km, ca. 20 Minuten)
Fahrt mit der Schmalspurbahn von Mettupalayam nach Coonoor. Die zum Teil zahnradgetriebene Bahn zuckelt durch gewagte Steilkehren, vorbei an Wasserfällen und über tiefe Schluchten. Der „Express“ im Schneckentempo braucht für 35 Kilometer sage und schreibe zwischen drei- und viereinhalb Stunden (abwärts).
Die Nilgiri Mountain Railway ist eine der ältesten Bergbahnen in Indien. Sie wurde schon seit 1845 geplant und 1899 von den Engländern nach Plänen des Schweizers Niklaus Riggenbach fertig gestellt. Ursprünglich wurde sie von der Madras Railway Company verwaltet. Die Bahn ist heute eine von nur noch wenigen mit Dampflokomotiven betriebenen Eisenbahnen. Der Bezirk Palghat der Indian Railways, der heute für die NMR zuständig ist, fährt jährlich einen Verlust von 40 Millionen Rupien ein. Während der Feierlichkeiten zum hundertjährigen Jubiläum der Nilgiri Mountain Railway 1999 kündigte der damalige Eisenbahnminister an, dass die Strecke bald elektrifiziert würde. Im Juli 2005 nahm die UNESCO die NMR als Ergänzung zur Darjeeling Himalayan Railway auf die Liste des Weltkulturerbes auf, nachdem sie die Voraussetzungen erfüllte. Deshalb wurden die Modernisierungspläne aufgegeben.
Empfang am Bahnhof und Transfer nach Kurumba.
Trekking & Naturbeobachtungen in der Gegend um Kurumba. Sie werden von Angehörigen der in der Region siedelnden Stämme begleitet und erfahren manches über deren Lebensweise und Gebräuche. Am Abends haben Sie Gelegenheit, zwanzig verschiedene einheimische Teesorten zu probieren.
Übernachtung im Kurumba Village Resort

Tag 09:   Weiterfahrt nach Madurai (247 km, ca. 6 Stunden)
Madurai, eine der ältesten Städte Südasiens, liegt in 134 m Höhe am Ufer des Flusses Vagai und zählt heute etwa 1,1 Millionen Einwohner. Damit ist Madurai nach der Hauptstadt Chennai und Coimbatore die drittgrößte Stadt des Bundesstaates Tamil Nadu. Madurai, ein kulturelles Zentrum des tamilischen Volkes, hat ein reiches, vermutlich an die 2500 Jahre altes kulturelles Erbe. Seit vorchristlicher Zeit ist die Stadt wichtiges Religions- und Handelszentrum. Madurai war mindestens 1000 Jahre ohne Unterbrechung die Hauptstadt des Königreichs der Pandyas und unterhielt nachweisbare Handelsbeziehungen mit Griechen, Römern und Chinesen. Madurai fiel im 10. Jahrhundert an den Chola-König Parantaka. Die Pandyas erlangten während des 13. Jahrhunderts zwar noch einmal die Herrschaft zurück, doch zu Beginn des 14. Jahrhunderts befehligte Malik Kafur während eines Raubzugs durch den Süden einen nicht provozierten Angriff, plünderte und zerstörte einen Großteil der Stadt. Kurz darauf wurde Madurai ein unabhängiges Sultanat. Im Jahre 1364 schloss sich Madurai dem hinduistischen Vijayanagar-Reich an, das von Nayaks verwaltet wurde. 1565 erlangten die Nayaks ihre Unabhängigkeit. Unter ihrem Schutz erlebte Madurai eine Renaissance und wurde (im Lotusblütenmuster) rund um den Minakshi-Tempel wieder aufgebaut. Teile des Palastes der Nayaks, des Thirumalai (1623-1655), sind noch erhalten. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts blieb Madurai unter der Kontrolle der Nayaks, bis die Briten allmählich die Herrschaft übernahmen. Das bekannteste Bauwerk und das Wahrzeichen der Stadt ist der große Shri Meenakshi-Sundareshvara-Tempel im Zentrum der Altstadt, Ziel von zahlreichen Pilgern und Touristen.
Stadtbesichtigung: Sie besteigen eine Fahrrad-Rikshaw und lassen sich zum bunten Mariamman Teppakkulam kutschieren. Unterwegs haben Sie viel Gelegenheit das bunte Treiben auf den Straßen zu beobachten.
Übernachtung im Heritage Madurai

Tag 10:   Besuch des bunten, quirligen Blumenmarkts vor den Stadttoren von Madurai
Hier werden Blumenketten aus Jasmin und Lotus geknüpft und zum Kauf angeboten. Die Blumen dienen als Opfergaben im Tempel.
Besichtigung: Hauptattraktion ist der renovierte Sri Meenakshi-Sundareswarar-Tempel (kurz Meenakshi-Tempel) mit seinen fünf riesigen, figurengeschmückten Tortürmen, deren höchster 55 m hoch ist und von 1.055 einzelnen Götterfiguren und Fabelwesen in grellen Farben geradezu atemberaubend üppig beladen ist. Vom höchsten (Süd-) Gopuram hatte man früher einen hervorragenden Überblick über den Tempelbezirk und ganz Madurai. Leider ist das Betreten inzwischen verboten. Die Tempel werden von einer hohen Mauer umgeben, was dem etwa 300 x 270 m großen Bereich eine große Ruhe verleiht. Ein Tempel ist Shiva geweiht, der andere der Königstochter Meenakshi, die er hier heiratete. In der ‚Hochzeitshalle‘ ist die Geschichte aus dem ‚Ramayana‘ figürlich dargestellt. Jeden April und Mai wird die Hochzeit des Götterpaares Meenakshi und Sundareswara gefeiert,und Tausende von Pilgern finden sich im Tempel ein. Die ‚Tausend-Säulen-Halle‘ beherbergt zwischen ihren ’nur‘ 997 Säulen ein kunsthistorisches Museum. Auch die ‚Musiksäulen‘, von denen jede einen Ton der Tonleiter erklingen lässt, wenn man sie anschlägt, befinden sich hier. Der Eintritt in das Allerheiligste der beiden Tempel ist nur Hindus gestattet. Von 12.00 bis 16.00 Uhr ist der gesamte Bereich geschlossen. Achtung: Shorts und schulterfreie Oberteile sind im Tempel nicht gestattet.
Am Abend statten Sie  dem großartigen Meenakshi-Tempel einen Besuch ab. Hier wird allabendlich die Statue des Gottes Shiva in feierlicher Prozession zum Schrein der Göttin Parvati getragen wird, wo das göttliche Paar das Liebeslager teilt. Sie dagegen übernachten vergleichsweise profan aber dennoch komfortabel im Hotel.
Übernachtung im Heritage Madurai

Tag 11:   Weiterfahrt nach Munnar (127 km, ca 3. Stunden)
Munnar, ein wichtiges Zentrum des südindischen Tee-Anbaus liegt 1600 Meter über dem Meeresspiegel und ist ein  Paradies für Naturliebhaber. Einst war das Städtchen Sommerfrische der britischen Regierung in Südindien. Weite Teeplantagen prägen das Bild. Der nahe  Anaimudi ist mit 2695 Metern der höchste indische Berg südlich des Himalaya-Massivs.
Übernachtung im Deshadan Mountain Resort

Tag 12:   Fahrt durch die von Teeplantagen geprägte Landschaft und Besuch des Tee-Museums
Übernachtung im Deshadan Mountain Resort

Tag 13:   Fahrt zum Rajamalai-Schutzgebiet
Hier haben noch einige Exemplare des „Nilgiri-Thars“, der seltenen indischen Wildziege, überlebt. Die Tiere sind wenig scheu und lassen sich gut fotografieren. Hinweis: Während der Brunft und Aufzucht der Jungtiere (in der Regel im Februar / März) wird der Park ohne Vorankündigung von der Forstbehörde für einige Wochen geschlossen.
Weiterfahrt nach Cochin (135 km, ca. 3 Stunden)
Cochin heißt heute offiziell Kochi. Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt, die gängigste Theorie ist aber, dass sich der Name von „kochazhi“ herleitet, was auf Malayalam „kleine Lagune“ bedeutet. Andere Theorien besagen, dass die Stadt ihren Namen chinesischen Kaufleuten verdanke, oder dass der Name von „kaci“ (Malayalam: „Hafen“) komme. Der Aufstieg Cochins begann mit der Zerstörung des Hafens der etwa 38 km entfernten antiken Stadt Muziris (heute Kodungallur) durch eine Flutkatastrophe im Jahr 1341. Eben jene Flut schuf jedoch auch das Hafenbecken von Kochi. Fortan entwickelte sich die Stadt zum bedeutendsten Hafen an der indischen Westküste für den Gewürzhandel mit China und dem Nahen Osten. 1500, zwei Jahre nach der Ankunft des portugiesischen Seefahrers Vasco da Gama in Calicut (dem heutigen Kozhikode), landete dessen Landsmann Pedro Álvares Cabral in der Lagune von Kochi. 1502 gründeten die Portugiesen ihre erste Handelsniederlassung in der Stadt. Ein Jahr darauf errichteten sie eine Festung (Fort Manuel) – die erste europäische Festung auf dem indischen Subkontinent. Vasco da Gama starb 1524 in Kochi und wurde dort auch begraben, bis seine sterblichen Überreste 1539 nach Lissabon überführt wurden. Im Laufe der portugiesischen Kolonialherrschaft wurden die einheimischen Herrscher immer mehr entmachtet und letztendlich zu Vasallen der Europäer. Ab 1653 machten die Niederländer den Portugiesen ernsthafte Konkurrenz und eroberten die Stadt schließlich 1663. Unter den neuen Herrschern begann die Blütezeit Cochins. Das weit reichende Handelsnetzwerk der Niederländischen Ostindien-Kompanie trug maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung bei. 1776 wurde Cochin von Hyder Ali, später erneut von seinem Sohn Tipu Sultan verwüstet. Unter letzterem kam die Stadt vorübergehend zu Mysore. 1790 geriet Cochin unter britischen Einfluss. Durch den Englisch-Niederländischen Vertrag von 1814 wurde es der Madras Presidency angegliedert und damit endgültig ein Bestandteil des britischen Kolonialreiches. Die Briten schütteten in den 1920er Jahren Willingdon Island auf, um den Hafen für die Ozeanschifffahrt zu erweitern. Von 1947 bis zur Eingliederung in den nach Sprachgrenzen neu geschaffenen Bundesstaat Kerala 1956 war Cochin Hauptstadt des Unionsstaates Cochin, wie auch die Stadt selbst damals noch offiziell hieß. 1996 erhielt sie einen Namen in Malayalam und heißt seitdem offiziell Kochi.
Am Abend besuchen Sie eine Aufführung des weltberühmten Kathakali-Tanztheaters.
Kathakali (katha steht für Geschichte, kali für Darbietung oder Schauspiel) ist eine expressive Form des indischen Tanzes oder Tanzdramas.Kathakali gilt als eine der ältesten Tanzformen. Es ist eine spektakuläre Mischung aus Drama, Tanz, Musik und Ritual. Aufführungen, sowohl für Einheimische als auch für Touristen, werden täglich angeboten. Typische Aufführungen finden im Rahmen von Tempelfesten statt, beginnen erst abends und gehen oft bis in den frühen Morgen. Höhepunkt ist es dann, im Morgengrauen die Tötung des bösen Charakters oder eines Dämonen mitzuerleben. Touristische Inszenierungen sind meist deutlich kürzer und enthalten eine Erläuterung der dargestellten Szenen.
Übernachtung im Malabar House

Tag 14:   Stadtrundfahrt zu den auf verschiedene kleine Inseln verteilten weiteren Sehenswürdigkeiten.
„Fort Cochin“ mit der St. Francis Kirche, der ältesten europäischen Kirche auf indischem Boden und den eindrucksvollen Villen holländischer und portugiesischer Handelsherren ist der historisch bedeutsamste Stadtteil. Überdimensionale Holzkonstruktionen beherrschen den Blick auf den alten Hafen: chinesische Fischernetze, die es nur noch in Kerala gibt, ein Erbe der Zeit, als die Maharajas von Cochins rege Beziehungen zum Hof des Kublai Khan unterhielten. Auch die aus Palmblättern geflochtenen, konisch zulaufenden Dächer der Fischerhütten erinnern daran, dass es in Cochin einst eine blühende chinesische Kolonie gab. Hinter den chinesischen Netzen liegen die Gebäude und Alleen, die aus Kolonialzeit übrig geblieben sind, als nacheinander Portugiesen, Holländer und Briten in Cochin residierten. Im jüdischen Viertel von Mattancherry besichtigen Sie die älteste jüdische Synagoge im Britischen Commonwealth und den Maharaja-Palast mit seinen berühmten Wandmalereien. In Kerala wurden die Juden (von einer kurzen Zeit während der portugiesischen Herrschaft abgesehen) nie verfolgt. Sie standen sogar unter ausdrücklichem Schutz des Maharajas. Heute ist die Gemeinde jedoch bis auf weniger als 20 Mitglieder zusammengeschrumpft, weil nach der Unabhängigkeit viele Familien nach Israel ausgewandert sind – in der irrigen Hoffnung, dort für alle Zeiten in Frieden leben zu können. So kommt es, dass nur wenige der zahlreichen Antiquitäten-Läden des Judenviertels (meist mit Kostbarkeiten aus dem Chettinad) noch von jüdischen Händlern betrieben werden, sondern in der Hand von geschäftstüchtigen Kashmiris sind. Anschließend Rundgang in Ernakulam, der modernen Schwesterstadt Cochins auf dem Festland. Bummel mit einem kundigen Führer über den „Broadway“, die Basarstrasse in Ernakulam. Die Synagoge ist freitags, samstags und an hohen jüdischen Feiertagen geschlossen.
Übernachtung im Malabar House

Tag 15:   Transfer zur Anlegestelle des Hausboots (63 km, ca. 1,5 Stunden)
Während einer Hausboot-Tour lassen sich zeitlich begrenzte Attraktionen leicht in das Tour-Programm einfügen: Sei es, dass Sie eine Dorfschule besuchen, eine Kirche besichtigen, die Zeremonie in einem Hindu-Tempel beobachten oder zuschauen, wie in Heimarbeit aus Kokos-Fasern Schnüre und Taue gedreht werden. Sie sehen, wie Toddy-Tapper in die höchsten Wipfel der Palmen klettern, um dort die Blüten anzuschneiden, deren Saft Grundlage für ein Getränk (in der Art unseres Federweißen) ist, das im Tagesverlauf  berauschende Wirkung entfaltet. Sie begegnen Entenhirten, die Tausende von Vögeln auf die Weide führen und bestaunen die ausgeklügelten Fangmethoden, mit denen die Fischer Krebsen, Shrimps und schmackhaften Fischen nachstellen. Oft sehen Sie, wie schlanke Boote von über 100 Rudereren übers Wasser gepeitscht werden: Dorfmannschaften trainieren mit den traditionellen Kriegsbooten der Maharajas für die rasanten Schlangenboot-Rennen. Auch die Boote, auf denen Sie reisen und wohnen, wurden schon von Vasco da Gama im 15. Jahrhundert beschrieben. Nachdem es vor zwanzig Jahren fast so aussah, als seien seine Tage gezählt, erlebte das Handwerk des traditionellen Bootsbaus mit dem Hausboot-Tourismus eine neue Blüte. So haben Sie die Chance zu sehen, wie die  ehemaligen Lastkähne gebaut, repariert und zu schwimmenden Hotelzimmern ausgebaut werden. Auf Malayalam, der Sprache Keralas, nennt man ein solches Boot „Kettuvallom“ („Kettu“ bedeutet „nähen“; „vallom“ „Boot“), wörtlich also „genähtes Boot“. Die Schiffszimmerleute verwenden keinen einzigen Nagel sondern nur Holz und Kokos-Schnüre, mit denen die einzelnen Planken miteinander fest verzurrt werden.
Reise durch die Backwaters Keralas: Kettuvalloms (Hausboote) sind zwischen Cochin und Alumkadavu auf ungezählten Wasserwegen unterwegs. So kann Ihre Fahrtroute individuell geplant und auch unterwegs Ihren Wünschen angepasst werden. Die abendlichen Anker- und Liegeplätze in Seen und Kanälen sind malerisch gelegen. Sie können an Bord wirklich entspannen und einfach die abwechslungsreiche Umgebung genießen oder aber aussteigen und am Dorfleben teilhaben, Kirchen und Märkte besuchen oder zusehen wie Seile aus Kokosfasern hergestellt werden. In Absprache mit ihrem englischsprachigen Guide sind eine Vielzahl von kleinen Landausflügen möglich – z.B. in kleinen Dörfern an Land zu gehen und mit dem Guide oder ihrem Koch auf kleinen Märkten ihr Abendessen einzukaufen. Manche Dörfer sind berühmt für ein bestimmtes Handwerk. So können Sie erleben wie in Trikunnapuzha Kokosseile hergestellt oder in Muhamma Kokosteppiche gewebt werden. Mannar ist sehr bekannt für seine Messingarbeiten. Vielerorts sind kleine Tempel oder Kirchen zu besuchen, besonders interessant ist die Kirche in Champakulam mit ihrer Wandmalerei. In Champakulam ist überdies eines der Schlangenboote zu sehen, in denen über 100 Männer Wettkämpfe mit anderen Dörfern bestreiten. In Thayankari können Sie einen Ausflug mit dem Reisboot in die schmaleren Kanäle zwischen den Reisfeldern unternehmen oder einen dörflichen Kindergarten besuchen. Die größte Stadt in den Backwaters ist Allepey. Hier können Sie Einkäufe erledigen und den Kidanganparampu Tempel besuchen. Bevorzugen Sie eine ruhigere Umgebung, so ist vielleicht der Besuch des Vogelschutzgebiets bei Kumarakom etwas für Sie, oder aber Sie genießen einen nachmittäglichen Spaziergang um ein Reisfeld und danach den Sonnenuntergang an Bord. Vielleicht haben der Besuch des Marktes oder die schmackhaften Gerichte Sie neugierig gemacht, und Sie möchten einmal dem Koch über die Schulter schauen? Scheuen Sie sich nicht, besprechen Sie einfach Ihre Wünsche mit dem Guide, er wird Ihnen gerne weiterhelfen.
Die Backwaters sind eine Mischung aus Salz- und Süßwasser. Nachts ankern die Boote in der Mitte großer Seen oder an Stellen, wo eine frische Brise als natürliche Klimaanlage wirkt. Der Ashtamudi-See, der Kayamkulam-See und der Vembanad-See sind so groß, dass man von einem Ufer kaum zum anderen sieht. An einigen Stellen öffnen sich die Backwaters zum Meer, der dadurch mögliche Wasseraustausch hat eine reinigende Wirkung.
Die Stationen der Reise bieten jede Menge Abwechslung: ob Sie nun zu winzigen Dörfern führt oder zu „größeren“ Städten wie Quilon, Alleppey (wegen seiner vielen Kanäle „Venedig des Ostens“ genannt), Kottayam (Hochburg der Christen) oder nach Cochin (Perle der Arabischen See). Am schönsten sind die Backwaters bei Trikunnipuzha in der Nähe von Alleppey. Wie enge Wasserpfade schlängeln sie sich durch den Palmen-Dschungel, blühende Pflanzen und Sträucher sind hier zum Greifen nah. Abends ankern Sie mitten auf einem See. Zum Beispiel im Kayamkulam-See. Hier bilden ungezählte chinesische Fischernetze die romantische Kulisse der untergehenden Sonne. Unablässig senken die Fischer die Netze in das Wasser und ziehen sie wieder hoch. Der Schein der Laternen, die an diesen Netzen hängen, lockt die Fische, und die ganze Nacht tanzen die Lichter auf dem Wasser.
Übernachtung im House Boat Heritage Style

Tag 16:   Bootfahrt auf den Backwaters
Übernachtung im House Boat Heritage Style

Tag 17:   Weiterfahrt nach Pulinkudi (150 km, ca. 3 Stunden)
Freizeit und Übernachtung im Strandhotel.
Übernachtung im Surya Samudra Private Retreats

Tag 18 bis 23:   Freizeit und Übernachtung im Strandhotel
Eigenes Programm ohne Fahrer & Fahrzeug.
Übernachtung im Surya Samudra Private Retreats

Tag 23:   Rückreise
Transfer zum Flughafen Trivandrum.
Flug von Trivandrum via Dubai nach Deutschland
Eine eindrucksvolle Reise ist zuende.